Borgholm bis Loftehammer

Vorbei an Mythen zu den einsamen Schären

Zusammenfassung

Die Segel gesetzt, den Wind im Rücken und die Freiheit der Ostsee vor uns. Unser Abenteuer auf dem Wasser geht weiter, und der gestrige Tag hat uns wieder einmal gezeigt, wie magisch das Segeln in diesen Gewässern ist.

Von Borgholm in die Einsamkeit

Wir haben den Hafen von Borgholm hinter uns gelassen. Vor uns lag eine Strecke von über 32 Seemeilen, die uns immer weiter gen Norden führen sollte. Unser Ziel für den Tag: ein einsamer, geschützter Ankerplatz inmitten der idyllischen Schärengärten. Das Wetter hätte kaum besser sein können – die Sonne strahlte, und das Boot glitt ruhig durch das tiefblaue Wasser.
Es ist unbeschreiblich schön, wenn man den Alltag an Land zurücklässt und sich die Route Schritt für Schritt auf der Karte vor einem entfaltet. Jede Seemeile bringt mehr Ruhe und Natur.

Ein ganz besonderes Highlight erwartete uns auf halber Strecke. Majestätisch und fast ein bisschen unwirklich tauchte sie plötzlich am Horizont auf: Blå Jungfrun (die „Blaue Jungfrau“).
Diese einsame Felseninsel liegt mitten in der Ostsee und ist von unzähligen Mythen und alten Legenden umwoben. Früher glaubte man, dass hier die Hexen zur Walpurgisnacht zusammenkommen. Wenn man so dicht an dem kargen, runden Felsen vorbeisegelt, spürt man förmlich die mystische Ausstrahlung, die von diesem Nationalpark ausgeht. Ein absolut faszinierender Anblick vom Deck aus!

Schären-Idylle und Grillabend

Nach diesem beeindruckenden Segelturn haben wir schließlich unseren Ankerplatz in den Schären erreicht, wo wir nun die absolute Stille der Natur genießen. Doch ein perfekter Segeltag braucht natürlich auch einen perfekten Ausklang!
Sobald das Boot sicher festgemacht war, ging es mit dem Dinghi an Land.

Wir haben uns auf den warmen Felsen ein wunderschönes, gemütliches Plätzchen zum Grillen ausgesucht.Der Grill wurde angeschmissen, die Steaks brutzelten und wir haben den Abend bei leckerem Essen und bestem Ausblick mitten in der schwedischen Natur ausklingen lassen. Ein absolut gelungener Start!

Loftahammer und Fika-Zeit

Wir verließen unsere malerische Schärenbucht und setzten die Segel mit einem klaren Ziel vor Augen: Loftahammar.
Die Ostsee zeigte sich heute von ihrer dynamischen Seite. Mit einer frischen Brise und spürbarer Welle auf dem Wasser glitt unsere Yacht elegant durch die schwedischen Gewässer. Segeln pur!
Kurz vor Loftahammar bot sich uns noch einmal ein fantastischer Blick auf die Küstenlandschaft, bevor wir das Boot sicher im Hafen festgemacht haben. Nun sind wir glücklich und wohlbehalten angekommen!

Nach so viel frischer Seeluft und harter Arbeit an Deck hatten wir uns eine ordentliche Belohnung verdient. Was bietet sich in Schweden da besser an als eine traditionelle Fika – die klassische schwedische Kaffeepause?
Wir haben direkt ein super gemütliches Café angesteuert. Und was soll ich sagen? Da waren sie: unsere allerersten, echten schwedischen Zimtschnecken (Kanelbullar) auf diesem Törn!
Frisch, duftend und einfach unverschämt lecker. Zusammen mit einem heißen Kaffee haben wir diesen Moment in vollen Zügen genossen. Ein perfekter Abschluss für einen wunderbaren Segeltag!

Bis zum nächsten Beitrag

Conny