Bryce Canyon

Bryce Canyon

From Sunrise to Sunset

Zusammenfassung

Nach dem Arches-Nationalpark klettern wir auf dem gigantischen Sediment-Massiv des „Grand Staircase“ weiter hinauf zum Bryce Canyon. Nach einer ausgiebigen Foto-Wanderung durch die rot leuchtenden Felsformationen gab es für mich noch eine unerwartete Belohnung von einem freundlichen Amerikaner: Pizza und Bier.

Stück für Stück die Grand Staircase hinauf

Es ist schon interessant, wie beim Camping die einfachen Dinge an Bedeutung gewinnen: Essen, Schlafen, Duschen und natürlich Tageslicht. Mittlerweile funktioniert meine innere Uhr so genau, dass ich ca. 20 Minuten vor Sonnenaufgang aufwache. Dann schnappe ich mir den Kocher und mache Kaffee und Frühstück. Übrigens, die lustige lange weiße Unterhose muss sein, weils abends echt kalt war – echte Cowboys tragen sowas 😛
Abends ist es genauso. Nachdem die Sonne untergegangen ist, neigt auch der Tag sich dem Ende zu und 22Uhr ist schon das höchste der Gefühle, wenn es ums lang aufbleiben geht.
Deshalb könnt ihr uns heute mal vom Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang begleiten.

Nachdem wir im Arches NP waren, folgt nun der Bryce Canyon. Der lustiger Weise gar keiner ist. Nur wusste das sein weißer Entdecker Ebenezer Bryce noch nicht. Der National Park ist, wie der Grand Canyon und der folgende Zion Canyon, Teil des Grand Staircase. So wird die treppenartige Abstufung der verschiedenen Sedimentgesteinsschichten genannt, welche die Grundlage dieser drei Nationalparks bildet. Wir klettern also nun immer weiter hinauf. So liegt die höchste Erhebung des Grand Canyon auf dem gleichen Niveau, wie der Grund des Bryce Canyon. Dessen höchster Punkt wiederum auf gleicher Höhe mit dem Tal des Zion Nation Park liegt – klar soweit? Ich weiß ich nerve, aber ist doch schon nicht uninteressant 🙂

Auf Fototour im Bryce Canyon

Hannes hatte nach der ersten Tour keinen Bock mehr. Mir allerdings reichten die 8 Meilen noch nicht. Also wurde die Kamera geschnappt und allein, abgesehen von den üblichen Verdächtigen, bis in den Sonnenuntergang gewandert.
Wie ihr sehen könnt, hab ich mich mal richtig fotografisch ausgetobt. Da war ich aber nicht der einzige. Der Canyon liegt genau so, dass bei Sonnenuntergang die Felsen in warmes rotes Licht getaucht werden.

Was man am besten, umringt von gefühlten 8000 anderen Leuten, vom Sunrisepoint sieht. Anschließend war ich ziemlich fertig und als krönenden Abschluss dieses Tages, traf ich auf dem Weg zum Zelt einen Ami. Der spendierte dem ausgehungerten Wanderer freundlicherweise Pizza und Bier. Gemeinsam saßen wir da noch ne Weile und anschließend fiel ich nach 13 Meilen Wanderung totmüde ins Bett.

Bis zum nächsten Mal

Euer Felix